Propolis, auch Kittharz genannt, dient der Pflanze vor allem zum Schutz der jungen Knospen. Die Bienen verwenden Propolis gegen das Eindringen von Krankheitserregern. Das von den Bienen in erster Linie von Pflanzenknospen gesammelte Kittharz besteht zu ca. 55% aus Harz und Balsam, zu 30% aus Wachs, zu 10% aus ätherischen Ölen und zu 5% aus Pollen. Die Zusammensetzung schwankt dabei je nach Herkunft.
Mit einer hauchdünnen Schicht überziehen die Bienen den gesamten Bienenstock (in dem 70.000 Bienen leben, es 35 Grad hat und verhältnismäßig feucht ist) und schützen sich damit vor Bakterien, Pilzen und Viren.
Die Wirkung von Propolis ist in erster Linie antiseptisch und antibakteriell. Die alten Ägypter verwendeten Propolis zum Einbalsamieren der Mumien, und Aristoteles kannte im vierten vorchristlichen Jahrhundert die Wirksamkeit der Propolis bei eitrigen Wunden. Unzählige wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen die beeindruckenden Effekte der Propolis auf eindrucksvolle Weise. Als Ursache nennen die Wissenschaft die ausgewogene Wirkstoffkombination aus ätherischen Ölen, Flavonoiden, Enzymen und den „Beistoffen“.
Was in der Volksmedizin seit Generationen bekannt ist, erhielt vor einigen Jahren auch die Bestätigung durch die medizinische Forschung: Propolis hilft gegen Grippe, Herpes und Hämorrhoiden – und zwar vorbeugend als auch lindernd. Man verrührt dazu Propolislösung mit 100g Honig – und nimmt zu Grippezeiten davon täglich morgens einen Esslöffel voll. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Einnahme von Propolislösung in lauwarmem Kräutertee.
Quelle: Die Bienen-Hausapotheke, Neuhold